Unterstützung Ausbildungs- oder Berufsintegriertes Studium,
Interdisziplinäre Gesundheitsversorgung (Bachelor of Science),
Wahlpflichtmodul „Intergrative Gesundheitsversorgung“,
Staatlich und international anerkannter Hochschulabschluss an der Steinbeis Business Academy der Steinbeis-Hochschule Berlin

Seit Jahren stehen rund 70 Prozent der deutschen Bevölkerung der Naturheilkunde und Komplementärmedizin, besonders als integrativen Ansatz, aufgeschlossen und positiv gegenüber.

Eine stärkere Unterstützung durch öffentliche Forschungsförderung ist wünschenswert. Gleichzeitig ist eine umfassende Integration in die medizinische Ausbildung dringend geboten. Zahlen und Fakten zur Komplementärmedizin zeigen, dass rund 37.000 ÄrztInnen mit Zusatzbezeichnungen (rund 14.000 Akupunktur, 7.000 Homöopathie, 16.000 Naturheilverfahren), ÄrztInnen mit mehrjährigen curricularen Ausbildungen und hohem Qualitätssicherungsanspruch (1.250 anthroposophische ÄrztInnen, 200 ayurvedische ÄrztInnen, 1.500 osteopathische ÄrztInnen, 1.700 NeuraltherapeutInnen, 1.500 ganzheitliche ZahnmedizinerInnen) und ca. 60% der HausärztInnen (ca. 40.000 Ärzte Allgemeinmedizin) eine oder mehrere Methoden der Komplementärmedizin nutzen (siehe Joos). Darüber hinaus wenden immer mehr FachärztInnen Methoden der Komplementärmedizin an: vor allem GynäkologInnen, HNO-ÄrztInnen, OrthopädInnen und KinderärztInnen diese Methoden an, ohne eine Zusatzbezeichnung erworben zu haben oder Mitglied in einer Fachgesellschaft zu sein.

Es liegt nahe, dass diese Anzahl von Ärzten ausgebildete Mitarbeiter als „Physician Assistent/Praxisassistent“ benötigen, um die Nachfrage der Patienten in der Praxis/Klinik abdecken und durch Qualifizierte Mitarbeiter bestimmte Leistungen delegieren zu können. Der Bachelorabschluss wendet sich an alle medizinischen Berufe, die eine Ausbildung in Integrativer Gesundheitsversorgung anstreben und dies in einer Praxis und/ oder Klinik unter Leitung von Ärzten umsetzen wollen.

Das Bachelorstudium vermittelt gesundheitswissenschaftliche Fach- und Handlungskompetenz sowie therapeutische Kenntnisse entsprechend den jeweiligen beruflichen Anforderungen. Das Studienprogramm ist ausbildungs- oder berufsbegleitend organisiert und ermöglicht es den Studierenden theoretisches Wissen direkt in die berufliche Praxis umzusetzen. Die Studierenden müssen ihre Ausbildung oder Berufstätigkeit nicht unterbrechen und fehlen im Unternehmen nur wenige Tage im Jahr.

Die Gesundheitsstiftung im LEBEN möchte dazu beitragen, den Studiengang mit Lehrkräften, Bereitstellung von Lehrmaterial und Räumen zu unterstützen und arbeitet eng mit dem Träger des zu entwickelnden Studienganges, der STEINBEIS – HOSCHSCHULE BERLIN / STEINBEIS BUSSINESS ACADEMY zusammen.

PROJEKTKOORDINATOR

Dr.med. Uwe R.M. Reuter

Quellen:

Hufelandgesellschaft e.V. Dachverband der Ärztegesellschaften für Naturheilkunde und Komplementärmedizin Stand 2015, Statistisches Bundesamt/ BÄK, Angaben der Fachgesellschaften und Berufsverbände, Joos et al (2009) Integration of Complementary and Alternative Medicine into Family Practices in Germany: Results of a National Survey. eCAM 2009;Page 1 of 8 doi:10.1093/ecam/nep019